Eine dauerhafte, sprich lebenslange Beseitigung von Haaren ist bislang nur mittels Elektroepilation möglich.

Dies ist ein Verfahren, bei dem mittels einer dünnen Nadel ein Stromstoß in den Haarfollikel abgegeben wird, wodurch dieser permanent zerstört wird. Die Methode ist allerdings zeitaufwändig und schmerzhaft.

Aufgrund dieser Nachteile haben sich lichtbasierte Verfahren verbreitet und durchgesetzt, die eine rasche, schmerzarme Entfernung auch großer Areale, ermöglichen. All diese Verfahren führen zu einer dauerhaften Haarverminderung (Permanent Hair Reduction).

Der Grund ist der, dass Stammzellen mit keinem dieser Verfahren erfasst werden, aus denen im Laufe der Jahre wieder neue Haare gebildet werden können.

Alle modernen lichtbasierten Verfahren haben die große Einschränkung, dass sie nur bei Haaren funktionieren, die den braunen Farbstoff Melanin enthalten. Bei weißen, grauen und hellblonden Haaren funktionieren diese Methoden nicht. Des weiteren sind alle dauerhaften Epilationsverfahren nur bei den Haaren wirksam, die sich in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden. Da sich, je nach Körperregion, 25-50 % der Haare in dieser Phase befinden, werden jeweils nur diese Haare entfernt. Daher sind mehrmalige Anwendungen erforderlich.

Enthaarungslaser

Bei diesem Verfahren wird ein Laserlichtimpuls auf das zu enthaarende Areal appliziert. Das Laserlicht wird in dem dunklen Haarpigment Melanin absorbiert und in die Tiefe der Haarwurzel fortgeleitet. Diese erhitzt sich in kurzer Zeit derart, dass sie verödet wird. Wie alle lichtbasierten Verfahren, funktioniert die Methode somit nur bei dunkleren Haaren. Da das Laserlicht teilweise auch vom Hautmelanin absorbiert wird, können bei dunkler Haut Hautschäden entstehen. Die ideale Situation ist somit dunklere Haare auf heller Haut. In unserem Institut stehen mehrere Enthaarungsgeräte zur Verfügung
Weitere Informationen zum Behandlungsablauf finden Sie in unserem Informationsvideo

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Diodenlaser (LightSheer)

Dieses Gerät ist in USA entwickelt worden und war der erste Laser, der von der FDA für die dauerhafte Haarentfernung zugelassen wurde. Der Laser emitiert ein Licht der Wellenlänge von 800 nm. Das rote Laserlicht dringt 2-6 mm tief in das Gewebe ein, wird vom dunklen Pigment Melanin des Haarschaftes absorbiert, in die Haarwurzel weitergeleitet, wodurch diese sich stark erwärmt und verödet wird. Durch diese Schädigung kann kein neues Haar mehr produziert werden.
Vorbehandlung

Das zu behandelnde Hautareal sollte mindestens 6 Wochen vor der Behandlung nicht gewachst werden. Rasieren ist allerdings erlaubt, da hierdurch die Haarwurzeln nicht entfernt werden. 6 Wochen lang sollte die Haut weder Sonne noch Solarium ausgesetzt sein. 6 Wochen lang sollten ebenso keine Selbstbräuner verwendet werden.

Behandlungsablauf

Zunächst werden die Haare rasiert. Danach wird ein Ultraschallgel auf die zu behandelnde Fläche aufgetragen. Dies erleichtert das Gleiten des Laserkopfes auf der Haut und führt zu einer zusätzlichen Kühlung der Haut. Zusätzlich verbessert das Ultraschallgel die Übertragung der Energie des Laserlichtes auf die Zielstrukturen. Das ca.1 cm2 große LightSheer- Laserhandstück wird auf 4 Grad gekühlt, wodurch die Hautoberfläche geschützt wird. Es können 2 Schüsse pro Sekunde abgegeben werden. Der Laserimpuls ist als kurzer Schmerzreiz spürbar. Bei empfindlichen Patienten kann daher zuvor für eine halbe Stunde eine anästhesierende Creme aufgetragen werden.

Rubin-Laser

Es handelt sich um einen Festkörperlaser, dessen emitiertes Licht eine Wellenlänge von 694,3 nm aufweist. Im Vergleich zum Diodenlaser ist die Behandlung weniger schmerzhaft und schneller, allerdings aufgrund der geringeren Absorption auch etwas weniger effektiv.

Langgepulster Neodym-YAG-Laser

Es handelt sich ebenfalls um einen Festkörperlaser, der eine infrarote Laserstrahlung der Wellenlänge von 1064 nm emitiert. Aufgrund der großen Eindringtiefe setzen wir den Neodym-YAG-Laser insbesondere bei dickeren Borstenhaaren, z.B. im Gesicht ein.

IPL-Enthaarung

IPL ist die Abkürzung für Intense Pulsed Light und ist ebenso wie die Laserepilation ein lichtbasiertes Verfahren zur Haarentfernung.

Das Licht wird von einer Xenon-Lichtquelle (sog. Blitzlampe) erzeugt, der verschiedene Filter vorgeschaltet werden. Dadurch wird ein schmaler Wellenlängenbereich (380 bis 1400 nm) eingegrenzt. Dieses Licht wird mit einer Leistung von bis zu 5 Joule/cm2 während 20 Millisekunden auf die Haut appliziert. Wie beim Laserlicht wird dieses vom dunklen Haarpigment Melanin absorbiert, in die Haarwurzeln fortgeleitet, wodurch diese verödet werden. In den somit geschädigten Haarwurzeln können keine neuen Haare gebildet werden.

Unser Institut verfügt über 2 IPL-Geräte, das Gerät Medilux der Fa. Palomar und das Gerät Quantum HR der Fa. Lumenis.

Der Vorteil der IPL-Haarentfernung gegenüber der Laserbehandlung ist der, dass die Behandlung für größere Flächen wesentlich schneller erfolgt. Zum einen ist die Fläche des Behandlungskristalles deutlich größer (z.B. beim Quantum HR 3 cm2), zum anderen können mehr Schüsse pro Sekunde appliziert werden.

Vorbehandlung, Behandlungsablauf und Nachbehandlung entsprechen denen der Laserenthaarung.

Ultraschall-Haarentfernung

Es handelt sich um ein neuartiges, ultraschallbasiertes Verfahren zur Entfernung von Haaren im Gesicht (Augenbrauen, Oberlippe, Kinn), Achseln und Bikinizone.

Erreicht wird dies durch die patentgeschützte Impresa-Ultraschalltechnologie. Hierbei wird das Haar als Ultraschallwellenleiter benutzt. Es wird der Haarschaft mit einer feinen Pinzette gegriffen. Über diese wird ein Ultraschallimpuls auf den Haarschaft übertragen. Im Haarschaft verwandelt sich die Ultraschallenergie in Hitze, die bis in die Haarwurzel fortgeleitet wird. Hierdurch wird diese derart geschädigt, dass kein neues Haar mehr nachwächst. Durch die Einzelhaarentfernung können Haare in speziellen Regionen, wie Augenbrauen, Oberlippe und Kinn sehr gezielt entfernt werden unter Schonung der umgebenden Haut.

Das Verfahren ist praktisch schmerzlos und frei von Nebenwirkungen. Der entscheidende Vorteil dieser Methode ist, dass sie unabhängig von der Haar- und Hautfarbe verwendet werden kann. Es können somit auch weiße, graue, hellblonde und rote Haare entfernt werden.

Die Behandlung muss allerdings in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. In der Regel sind 6-8 Behandlungen im Abstand von 3-4 Wochen für eine permanente Haarreduktion erforderlich. In einer kontrollierten klinischen Studie wurde an den Beinen eine durchschnittliche Haarverminderung von 38 % nach der 2. Behandlung erzielt.

Ein weiterer Vorteil der Applisonics-Behandlung ist der, dass diese auch in Schleimhautarealen (Nase) und empfindlichen Arealen (z.B. Ohren) angewendet werden kann.

Vorbehandlung

Im Gegensatz zu den Laser- und IPL-Behandlungen ist keinerlei Vorbehandlung erforderlich. Die Behandlung kann auch bei dunkler und bei gebräunter Haut durchgeführt werden.

Nachbehandlung

Zur Nachbehandlung wird ein beruhigendes, desinfizierendes Gel aufgetragen. Dieses kann noch für einige Tage zur Selbstanwendung fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Behandlungsablauf finden Sie in unserem Informationsvideo
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